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Baum- und Strauchsetzlinge zu verschenken

Symbolbild: Ein Ahorn wird gepflanzt (Foto: istock.com / Dmitrii Bykanov)
Symbolbild: Ein Ahorn wird gepflanzt (Foto: istock.com / Dmitrii Bykanov)

Die Initiative „Mehr Bäume Jetzt“ engagiert sich auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bündnis Klima.Partner im Kreis Kleve für mehr Artenvielfalt und verschenkt wieder Baum- und Strauchsetzlinge in großer Anzahl. Sie wurden im Laufe des Winters auf verschiedenen Ernteflächen im Kreisgebiet vor Licht- und Platzmangel und dem Freischneider gerettet und erhalten nun auf Privatflächen eine zweite Chance. Im Kreis Kleve werden mehrere Abholtage und –orte angeboten. In Goch ist er am Freitag, dem 22. März 2024 in der Zeit von 14.30 – 16.30 Uhr am Grenzweg 46. 

Wer Setzlinge haben möchte, muss sich vorab über dieses Formular anmelden.

Die überwiegende Zahl der angebotenen Setzlinge (u. a. Ahorne, Fichten, Rotbuchen, Roteichen, Hartriegel, Schlehdorne und Weiden) hat eine Länge zwischen 50 und 200 Zentimetern. Manche Setzlinge sind auch etwas größer. „Mehr Bäume Jetzt“ weist ausdrücklich darauf hin, dass die Bäume nicht zur Pflanzung in Waldgebieten oder in der freien Natur geeignet sind.

Initiative erntete über 10.000 Setzlinge

„Mehr Bäume Jetzt“ ist eine bundesweite Kampagne, die junge Bäume und Sträucher von Orten, an denen sie geringe Überlebenschancen hätten, an Orte verpflanzt, an denen sie wachsen und gedeihen können. Die Kampagne basiert auf der in den Niederlanden seit 2020 laufenden „Meer Bomen Nu“-Kampagne, die dort bereits 1,8 Millionen Setzlinge verschenkt hat. Die Setzlinge findet man in der Natur häufig an Orten, an denen der Mensch oder die Gesetze der Natur dafür sorgen, dass sie das Erwachsenenstadium nicht erreichen werden, weil sie zum Beispiel zu dicht gedrängt stehen oder zu wenig Licht bekommen.

In diesem Winter ernteten freiwillige Helferinnen und Helfer u. a. in Kalkar, Bedburg-Hau, Kleve und Kranenburg über 10.000 Setzlinge. 

„Diese Verpflanzmethode ist günstig, logisch und mit ihr sparen wir im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Wiederherstellung der Artenvielfalt kostbare Zeit. Das geerntete ‚kostenlose‘ (und zudem häufig einheimische) Pflanzgut ist darüber hinaus ressourcenschonend, da u. a. für das Heranwachsen der Pflanzen keine zusätzlichen Rohstoffe notwendig waren. Die Pflanzen haben außerdem bereits einige Jahre CO2 gebunden. Das Verpflanzen bietet somit einen klaren Mehrwert fürs Klima. Diese Methode kann überall dort, wo Bäume zwischen November und März in die Vegetationsruhe gehen, angewandt werden“, berichtet Paul Bickmann, Regionalkoordinator für den Kreis Kleve.

Mehr Informationen zur Arbeit von „Mehr Bäume Jetzt“ und zu den Möglichkeiten, sich aktiv für ein lebenswertes Klima und für die Wiederherstellung der Artenvielfalt zu engagieren, gibt es auf der Website https://mehrbaeume.jetzt und spezifisch für den Kreis Kleve finden Interessierte auf https://mehrbaeume.jetzt/kalender/regionen/kreiskleve/ auch noch einmal den Link zum Formular sowie Infos zu anstehenden Veranstaltungen. (tm)

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